Aschaffenburger Codex
Medienstation
Der Aschaffenburger Codex ist eine reich illustrierte Handschrift des 16. Jahrhunderts, die das einst berühmte Hallesche Heiltum dokumentiert, die von Kardinal Albrecht von Brandenburg zusammengetragene Reliquiensammlung. Nachdem die kostbare Sammlung Halle verlassen hatte und viele ihrer Kunstwerke im Laufe der Zeit verloren gingen oder verstreut wurden, blieb der Codex als einzigartiges Zeugnis dieses bedeutenden Kulturschatzes erhalten. Für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) entwickelten wir eine interaktive Medienstation, die diesen historischen Schatz digital erlebbar macht.
Digitale Zugänglichkeit
Für die Medienstation zum Aschaffenburger Codex entwickelten wir ein Redaktionstool, mit dem Fachleute Übersetzungen, Transkriptionen und zusätzliche Informationen direkt neben den detailreichen Buchseiten erfassen und bearbeiten konnten. In Kombination mit einem integrierten IIIF-Viewer und hochauflösenden Scans lässt sich die Handschrift bis ins kleinste Detail erkunden. So wurde der Codex nicht nur aus kuratorischer Perspektive zugänglich gemacht, sondern auch für ein breites Publikum unmittelbarer und anschaulicher erlebbar.
Vermittlung vor Ort und vertiefende Erkundung
Unsere Lösung gibt Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, rund 60 Doppelseiten des Aschaffenburger Codex eigenständig zu erkunden, vom einfachen Blättern bis zur vertieften Auseinandersetzung mit Provenienz, liturgischen Kontexten und der Bedeutung des frühesten Halleschen Reliquienschatzes. So entsteht ein digitales Vermittlungserlebnis, das komplexe kulturhistorische Inhalte zugänglich, interaktiv und nachhaltig erfahrbar macht.
Echter Mehrwert für die Ausstellung.

Frührenaissance in Mitteldeutschland
Eine Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale)
24.11.2024 – 02.03.2025



