Referenz

Aschaffenburger Codex

Medienstation

Der Aschaffenburger Codex ist eine reich illustrierte Handschrift des 16. Jahrhunderts, die das einst berühmte Hallesche Heiltum dokumentiert, die von Kardinal Albrecht von Brandenburg zusammengetragene Reliquiensammlung. Nachdem die kostbare Sammlung Halle verlassen hatte und viele ihrer Kunstwerke im Laufe der Zeit verloren gingen oder verstreut wurden, blieb der Codex als einzigartiges Zeugnis dieses bedeutenden Kulturschatzes erhalten. Für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) entwickelten wir eine interaktive Medienstation, die diesen historischen Schatz digital erlebbar macht.

Auftraggeber
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt,
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Dauer
2 Monate
Ort
Halle (Saale)
Jahr
2024

Digitale Zugänglichkeit

Für die Medienstation zum Aschaffenburger Codex entwickelten wir ein Redaktionstool, mit dem Fachleute Übersetzungen, Transkriptionen und zusätzliche Informationen direkt neben den detailreichen Buchseiten erfassen und bearbeiten konnten. In Kombination mit einem integrierten IIIF-Viewer und hochauflösenden Scans lässt sich die Handschrift bis ins kleinste Detail erkunden. So wurde der Codex nicht nur aus kuratorischer Perspektive zugänglich gemacht, sondern auch für ein breites Publikum unmittelbarer und anschaulicher erlebbar.

 zur interaktiven Anwendung

Vermittlung vor Ort und vertiefende Erkundung 

Unsere Lösung gibt Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, rund 60 Doppelseiten des Aschaffenburger Codex eigenständig zu erkunden, vom einfachen Blättern bis zur vertieften Auseinandersetzung mit Provenienz, liturgischen Kontexten und der Bedeutung des frühesten Halleschen Reliquienschatzes. So entsteht ein digitales Vermittlungserlebnis, das komplexe kulturhistorische Inhalte zugänglich, interaktiv und nachhaltig erfahrbar macht.

Large book with a brown leather binding and metal embellishments and Text describing the image
Close up of a page from the Aschaffenburg Codex depicting elaborate calligraphy and a stamp

    Echter Mehrwert für die Ausstellung.

    Das digitale Modell wurde anschließend annotiert und mit vertiefenden Informationen angereichert. In einer interaktiven Anwendung auf einem großformatigen Touchdisplay wird das Objekt so zugänglich gemacht, dass Besucherinnen und Besucher es intuitiv erkunden, verstehen und in seinen historischen Kontext einordnen können.
    Visitors admire framed artworks in a gallery with a vibrant purple wall and displayed sketches in the foreground.
    Kulturstiftung Sachsen-Anhalt / Punctum / Esther Hoyer
    Macht. Repräsentation. Frömmigkeit.

    Frührenaissance in Mitteldeutschland

    Eine Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg, Halle (Saale)
    24.11.2024 – 02.03.2025

    Die Ausstellung bot einen umfassenden Blick auf Kunst und Kultur im mitteldeutschen Raum während einer der spannendsten Phasen der deutschen Geschichte. Im Zentrum stand Ernst II. von Sachsen (1464-1513), Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt. Sein ambitionierter Ausbau Halles zur fürstlichen Residenzstadt konzentrierte sich auf die Moritzburg, einen der frühesten Schlossbauten Mitteldeutschlands, zu einer Zeit, als im späten 15. Jahrhundert noch die Spätgotik dominierte. Als Landesherr und Kirchenfürst stand er in produktiver Konkurrenz zu anderen Bischöfen und Fürsten, darunter seine Brüder Friedrich der Weise und Johann der Beständige.
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